Nachruf Rudi Michel

In der Session 1979/80 bestieg ein Karnevalist den Worringer Narrenthron, der in besonderem Maße die Geschicke der Großen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen von 1926 e.V. geprägt hat: Rudi Michel. Sein Prinzenmotto damals lautete: „ Freud, Humor und Wetz – ston he an d’r Spetz“.

Rudi Michel war ein Karnevalist durch und durch. Er hat so gut wie jedes Amt in der Großen Karnevalsgesellschaft übernommen. Geboren wurde er im Oktober des Jahres 1925, nur wenige Monate vor der Gründung der Großen Karnevalsgesellschaft. Schon als junger Mann trat er in die Große Karnevalsgesellschaft ein. Als der Fastelovend nach dem Zweiten Weltkrieg am Boden lag, waren es Männer wie er, die unserem geliebten Heimatfest ein neues Leben einhauchten. Im Vorstand übernahm er im Jahr 1949, im Alter von 23 Jahren, unter dem damaligen Präsidenten Josef Hüsch das Amt des Schriftführers. Im Jahre 1965 wurde er zum Geschäftsführer gewählt. Ein Jahr später nahm er zusätzlich auch das Amt des Senatspräsidenten, welches heute mit dem Posten des Vizepräsidenten gleichzusetzen ist, an.

Der Worringer Bevölkerung wurde Rudi Michel jedoch vor allem als Büttenredner bekannt. In der Type als „Stommeler Buur“ begeisterte er jahrzehntelang das Worringer Narrenvolk. Kein anderer wie er konnte so herrlich das „r“ rollen, kein anderer verstand es, die Eigentümlichkeiten des rheinischen Bauernstandes so treffend auf der Bühne umzusetzen. Noch im hohen Alter stand er als „Stommeler Buur“ im Rahmen der Nostalgiesitzung anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Großen Karnevalsgesellschaft auf der Bühne.

Im Jahr 1970 wählte die Große Karnevalsgesellschaft Rudi Michel zum Präsidenten. Es war eine Zeit des Umbruchs, auch im Karneval. Und Rudi Michel verstand es, die Gesellschaft in die Moderne zu führen. Er war es dann auch, der zusammen mit Robert Schneider, seinem Nachfolger im Amt des Präsidenten, die Gründung eines Senats anregte, die im Jahre 1978 erfolgte und dem er bis zum Jahr 2000 als Senatspräsident vorstand. Unter seiner Führung machte es sich der Senat zur Aufgabe, die vielfältige Vorstandsarbeit beratend zu unterstützen.

In der Session 1979/80 herrschte er dann, wie schon erwähnt, als Prinz Rudi I. über das Worringer Narrenvolk. Für seine Verdienste wurde Rudi Michel von der Gesellschaft zum Ehrenmitglied und zum Ehrensenatspräsidenten ernannt.

Wer aber dachte, Rudi Michel würde sich im hohen Alter von seiner karnevalistischen Karriere zurückziehen, sah sich getäuscht. Bis zuletzt nahm er rege am Vereinsleben teil. Noch als 90-Jähriger besuchte er Sitzungen und Versammlungen. Auf den Sommerfesten und Weihnachtsfeiern war er ein gern gesehener Gast, konnte er doch wie kein anderer seine Zuhörer mit Anekdoten von der „guten alten Zeit“ begeistern.

Letzte Woche ist Rudi Michel im Alter von 95 Jahren verstorben. Dass Rudi Michel nicht mehr unter uns weilt, schmerzt. Wir trauern um diesen liebenswerten und bemerkenswerten Karnevalisten.

Jetzt auch auf Instagram https://www.instagram.com/grosse_kg_1926/

Präsident Markus Hund: „Der Verein lebt!“
Kindersitzung fällt wegen Corona-Hygienbestimmungen aus, Verein gut aufgestellt!

Die Generalversammlung der Großen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen von 1926 e.V. stand dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ganz im Zeichen der besonderen Hygienebestimmungen: persönliche Anmeldung, feste Sitzplatzzuweisung und Desinfektion der Mikrofone waren vorgegeben. Eigentlich sollte die diesjährige Generalversammlung schon Anfang April stattfinden, doch Covid-19 machte eine Zusammenkunft der Mitglieder zunichte. Umso erfreuter zeigte sich Präsident Markus Hund, dass die Versammlung nun trotzdem verspätet einberufen werden konnte. Immerhin folgte mehr als die Hälfte aller aktiven Mitglieder seinem Ruf. „Der Verein lebt trotz Corona!“, so seine Äußerung beim Anblick der fast 60 versammelten Karnevalisten.

Neben einem kurzen Ausblick auf die Karnevalssession 2020/21 stand die Neuwahl des Vorstands auf dem Programm der Generalversammlung. Präsident Markus Hund erläuterte, dass eine Durchführung des kommenden Worringer Heimatfestes abhängig sei von den weiteren politischen Entscheidungen und Entwicklungen. Es werde jedoch mit Sicherheit keine Kostümsitzungen und keine Umzüge im klassischen Sinne geben. Er zeigte sich jedoch optimistisch, dass eine karnevalistische Veranstaltung im Kreise der Vereinsfamilie stattfinden könnte. Definitiv ausfallen wird jedoch die traditionelle Kindersitzung. Die Hygienebestimmungen lassen eine Durchführung dieser beliebten Veranstaltung leider nicht zu.

Im Anschluss an diesen Ausführungen bedankte er sich bei allen Mitgliedern für ihren Einsatz in den vergangenen Monaten. Die Große Karnevalsgesellschaft kann auf eine erfolgreiche Session 2019/20 zurückblicken. Vor allem die Kneipensitzung kam beim Publikum sehr gut an. Ein weiteres Highlight der vergangenen Session war sicherlich auch der Jubiläumsabend des Funkenkorps anlässlich seines 70-jährigen Bestehens. Und dank vieler Neuaufnahmen ist die Große Karnevalsgesellschaft auch personell für die Zukunft gut gerüstet.

Gut aufgestellt ist auch der Vorstand: Markus Hund hat für ein weiteres Jahr das Amt des Präsidenten inne. Eine Neuwahl dieses Postens stand aufgrund des zeitlich versetzten Wahlmodus dieses Jahr nicht an. Ihm zur Seite steht weiterhin Dominik Jansen als Vizepräsident. Claudia Hund (Geschäftsführerin), Gaby Jansen (Schatzmeisterin), Thomas Gaukler (Schriftführer), Silke und Anne Jansen (Literatinnen), Hartmut Warnke (Senatspräsident), Dominik Jansen (Kommandant des Funkenkorps), Willi Thoma (Leitung des Wagen- und Bühnenbaus), Jessica Büscher und Saskia Pleißner (Leiterinnen der Majorettengarde), Aline Stark und Vanessa Thoma (Leiterinnen des Kindertanzkorps) und Peter Schmidt (Pressesprecher und Archivar) vervollständigen das Vorstandsteam. Der Verantwortliche des Internetauftritts der Großen Karnevalsgesellschaft, Thomas Bochem, legte sein Amt nach vielen Jahren wie angekündigt nieder. Dieser Posten wurde nicht neu besetzt. Stattdessen wurde ein „Arbeitskreis Medien“ ins Leben gerufen.

Einen Wermutstropfen gab es dann noch gegen Ende der Generalversammlung: Das traditionelle Absingen der Vereinshymne fiel wegen der Hygienebestimmungen aus. Aber dies war zu verkraften.

Bericht: Peter Schmidt

Generalversammlung 2020

Liebes Mitglied,
unsere geplante Generalversammlung am Freitag, dem 03.04.2020 muss leider entfallen!

Aufgrund der aktuellen Situationslage rund um das Coronavirus hat die Stadt Köln jegliche größere Versammlung bis zum 10.04.2020 untersagt.

Wir (Euer Vorstand) werden versuchen, die Generalversammlung satzungsgemäß bis zum 30.04.2020 einzuberufen und abzuhalten! Sollte sich dies jedoch durch höhere Gewalt nicht einhalten lassen, werden wir Euch rechtzeitig informieren.

Wie Ihr vielleicht bereits gehört habt, haben wir in unseren Reihen einen schweren Coronafall! Deshalb unsere Bitte, passt auf Euch auf und haltet die Hygienevorschriften ein.

Ich wünsche uns allen beste Gesundheit und verbleibe mit dreimol Rut-Wieß Alaaf!
Im Namen des Vorstandes
Markus Hund
Präsident

Geburtstagsfeier der Funken
70 Jahre Funkenkorps der Grossen Karnevalsgesellschaft

Warum liefen im diesjährigen Rosenmontagszug einige Funken mit Sonnenbrillen herum, obwohl das Wetter recht bescheiden war und die Sonne sich kein einziges Mal blicken ließ? Die Antwort zu dieser Frage ist schnell gefunden, feierte doch das Funkenkorps am Abend zuvor zusammen mit Prinz Dominik II. und seinem Hofstaat sein 70-jähriges Bestehen. Dementsprechend war die Feier recht lang und der Schlaf recht kurz.

Kommandant Dominik Jansen konnte an diesem Abend viele Gäste begrüßen. Nach einem Grußwort durch Präsident Markus Hund und Senatspräsident Hartmut Warnke hielten die Kommandanten der Reserve Paul-Heinz Wirtz und Dr. Holger Miebach die Laudatio. Sie ließen die Geschichte des Funkenkorps Revue passieren: Am Karnevalssamstag 1950 stand das neu gegründete Tanzkorps der Grossen Karnevalsgesellschaft anlässlich der Proklamation von Prinz Andreas I. (Andreas Schwindt) erstmals auf der Bühne. Ursprünglich war diese Tanzgruppe, die aus vier Damen und vier Herren bestand, nur als Begleitung des Prinzen geplant. Der tänzerische Erfolg war jedoch so überwältigend, dass der Vorstand beschloss, diese Tanzgruppe nicht aufzulösen. 1952 wurde dann das Tanzkorps in ein rein männliches Funkenkorps – die Ausnahme bildet natürlich das Mariechen – umformiert. In dieser Form besteht es bis heute. (Wer sich ausführlich über die Geschichte des Funkenkorps informieren möchte, kann dies auf der Homepage der Grossen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen von 1926 nachlesen.)

Nach dem historischen Rückblick zogen die Tanzkorps der einzelnen Karnevalsgesellschaften und des Männer-Gesang-Vereins, die Majorettengarde der Grossen Karnevalsgesellschaft und die vereinigten Tanzpaare auf und gratulierten tänzerisch dem Funkenkorps. Und auch das Funkenkorps ließ es sich nicht nehmen, einen Funken- und einen Mariechentanz zu präsentieren.

Und wie es sich für eine Jubiläumsveranstaltung gehört, durften auch Ehrungen nicht fehlen. Für ihre 50-jährige Mitgliedschaft im Funkenkorps wurden Paul-Heinz Wirtz, Hans-Josef „Juppela“ Dittebrand und Heinz-Hermann „Knibbi“ Jansen geehrt.

Unumstrittener Höhepunkt dieses Abends war jedoch die tänzerische Darbietung mehrerer Reservisten des Funkenkorps und Mitglieder des Festkomitees Worringer Karneval. Zum altbewährten Marsch „Stars and Stripes forever“ tanzten unter dem Kommando von Dr. Holger Miebach vier Reservisten (Thomas Bochem, Markus Hund, Dieter Pilz und Peter Schmidt) und fünf Mitglieder des Festkomitees (Präsident Klaus Dittgen, Vizepräsident Jürgen Winters, Schatzmeister Markus Engel, Literat Fabian Dittgen und Zugorganisator Wolfgang Langel) sich in die Herzen der Gäste. Robert Hecker als Tanzoffizier und Hans-Josef „Juppela“ Dittebrand als Mariechen hüpften wie zwei Dilldöppcher über die Bühne. Zur Info: In der Session 2002/03 stand das Funkenkorps unverhofft ohne Mariechen da und Reservist Hans-Josef Dittebrand, damals immerhin schon 50 Jahre alt, sprang kurzerhand ein.

Nach dem offiziellen Programm wurde dann noch mit DJ Florian lang in die Nacht getanzt. Und so versteht man auch, warum einige Funken tags darauf Sonnenbrillen trugen…

Bericht: Peter Schmidt
Fotos: Thomas Bochem
Wie schön et wor luurt he!

Fackelzug 22.02.2020

Wie schön et wor luurt he!

Bauen und Feiern – Die Wagenbauerfete der Großen Karnevalsgesellschaft

Über 2.000 kg geballte Kraft und 1000 Jahre Erfahrung stehen für den Bau des jährlich neu zu gestaltenden Mottowagens zur Verfügung. Traditionsgemäß ruft der Wagenbauerchef Willi Thoma alle WagenbauerInnen ab Mitte November auf, mit Spaß und Freude das heimische Sofa gegen eine etwas kältere Arbeitsstätte, nämlich die Wagenbauhalle in Rheinkassel, zu tauschen. Aber die WagenbauerInnen verstehen auch zu feiern. Traditionell laden sie am Fastelovendsfreitag zu ihrer Wagenbauerbauerfete im „Zint Tünnes“ ein. Und so taten sie es auch dieses Jahr. Selbstverständlich schaute auch Prinz Dominik II. mit seinem Hofstaat vorbei. Und er durfte sich über diverse musikalische Darbietungen erfreuen. So traten u.a. Hans-Josef „Juppela“ Dittebrand, Danny Miebach, die beiden Schwestern Ingrid Riede und Marietta Wirtz sowie die beiden Schwägerinnen Claudia Hund und Marika Pilz auf. Musikalisch unterstützt wurden sie von „The Moaning Bones“, der Haus- und Hofkapelle der Grossen Karnevalsgesellschaft (Harald Schlimgen: Gitarre; Hans-Jürgen Schlimgen: Gitarre; Dr. Holger Miebach: Schlagzeug; Dr. Sigmund Pchalek: Akkordeon und Gino Usai: Bass).

Wie schön et wor luurt he!

Weiberfastnacht 20.02.2020

Wie schön et wor luurt he!

Unser Kindertanzkorps unterwegs...

Wie schön et wor luurt he!

Hervorragende Stimmung auf der Kindersitzung der Grossen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen am 16.02.2020

Eine sehr schöne Stimmung herrschte auf der diesjährigen Kindersitzung der Grossen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen. Sitzungsleiterin Anne Jansen, die sich auch zusammen mit ihrer Schwester Silke Jansen als Literatin für das Programm dieser Sitzung verantwortlich zeigte, blickte in ganz viele zufriedene Gesichter. Und auch Prinz Dominik II. zeigte sich sehr erfreut. Bei so vielen kleinen Jecken, so der Narrenherrscher, braucht man sich über die Zukunft des Worringer Fastelovends keine Sorgen zu machen

Eröffnet wurde die Sitzung von der 13-jährigen Fiona Ameis mit dem Lied „Schöckelpääd“. Sie durfte in diesem Jahr auch schon bei den „Großen“ auf der Kneipensitzung Bühnenluft schnuppern. Prinz Dominik II. marschierte dann mit großem Hofstaat ein, brachte er doch die Burgwache seiner Gesellschaft mit, die dann auch ihre tänzerischen Fähigkeiten unter Beweis stellte. Fortgesetzt wurde das Programm mit dem Lied „Lass jetzt los“, das Fiona Ameis zusammen mit Marika Pilz darbrachte. Anschließend marschierte das Kindertanzkorps der Grossen Karnevalsgesellschaft (Leitung: Aline Stark, Vanessa Thoma) auf. Die 16 kleinen Mariechen und Fünkchen des 1984 gegründeten Kindertanzkorps hatten sichtlich ihre Freude an den Tänzen und so manch junger Gast der Kindersitzung hätte sicherlich gerne mitgetanzt. Mit dem Lied „Ohne D, ohne O, ohne Dominik“, das die beiden Geschwister Ingrid Riede und Marietta Wirtz darbrachten, wurde dann dem Prinz Ehre gezollt. Ein Höhepunkt war dann sicherlich der „Cup-Song“. Sieben Interpreten (Fiona Ameis, Julian Hund, Andrea Jansen, Silke Jansen, Justin Mauer, Benedikt Pilz, Peter Schmidt) zeigten dann mit Bechern, was passieren kann, wenn man kein Getränk serviert bekommt. Mit rhythmischem Klopfen erheischten sie Aufmerksamkeit. Laut wurde es dann, als der Spielmannszug Kölns RoThe 2014 in den Saal einzog. Danach konnten die Gäste wieder einige tänzerische Höchstleistungen bestaunen, zog doch mit der Majorettengarde (Leitung: Jesscia Büscher, Birgitt Meurer, Saskia Pleißner) ein weiteres Aushängeschild der Grossen Karnevalsgesellschaft auf. Mit dem Lied „Wenn et Trömmelche jeiht“ animierten fünf Kinder des Kindertanzkorps (Chiara, Emilia, Shanaia, Joyce, Zoey) den Saal zum Mitsingen. Abgerundet wurde die kurzweilige Sitzung mit dem Funkenkorps (Leitung: Kommandant Dominik Jansen). Spätestens, als das Tanzpaar Sabrina Gaugler und Stephan Nosbüsch einen famosen Auftritt hinlegten, war allen klar, dass dies wieder eine sehr gelungene Veranstaltung war. Silke Jansen sang dann noch zum Abschluss „Dich verjess ich nie“. Vielleicht war damit die Kindersitzung gemeint. Am Ende jedenfalls hieß es Abschied nehmen bis zum nächsten Jahr, auch wenn viele gerne noch länger geblieben wären.

Musikalisch unterstützt wurde die Kindersitzung traditionell von der Haus- und Hofkapelle der Großen Karnevalsgesellschaft unter Leitung des ehemaligen Präsidenten Dr. Holger Miebach (Bass: Armin Brischke; Keybord: Hans-Peter Hemmersbach; Posaune: Hans-Peter Klösges; Schlagzeug: Dr. Holger Miebach; Trompete: Ralf Schweren). Die musikalische Gesamtleitung übernahm Dr. Siegmund Pchalek.

Bericht: Peter Schmidt
Fotos: Robert Hecker

Wie schön et wor luurt he!

Wageneinweihung, Kostümsitzung und weiteres...

Wie schön et wor luurt he!

Funkenkorps Prinzenabend am 14.02.2020

Han mer Fastelovend he am Rhing,
dann jon mer op de Bühn,
vun uns hät keiner Ping.
Et wed jebütz un kommandet,
dä Fastellovend, dä wed he jefeet.
Met Freude fiere mer us Heimatfeß,
mer danze dann su lang bis Aschermettwoch es.

Wie schön et wor luurt he!

Die größte Kneipensitzung in der Geschichte Worringens
Kulissensitzung der Grossen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen von 1926

Eine so große Kneipensitzung haben die Worringer noch nie gesehen. Fast 400 Besucher trafen sich „Zur fidelen Eule“. Die Kulisse wurde liebevoll von den Wagen- und Bühnenbauern unter der Leitung des Wagenbauerchefs Willi Thoma und des Kreativ-Direktors Hans-Jürgen Schlimgen gebaut und nach dem Maskottchen der Großen Karnevalsgesellschaft benannt. Und die Gäste konnten eine Sitzung bestaunen, die im Grunde genommen gar keine war. Zur Info: Danny Miebach erbt die Worringer Kneipe „Zur fidelen Eule“. Ihr Mann Dr. Holger Miebach kann sich allerdings für den Fastelovend im Allgemeinen und für Worringen im Besonderen nicht erwärmen. Trotzdem muss er für die Wagen- und Bühnenbauer der Grossen Karnevalsgesellschaft eine karnevalistische Wagenbauerfete organisieren. Und auch die Funken suchen noch ein Stammlokal, und die Auswahl fällt ausgerechnet auf die „Fidele Eule“. Als dann auch noch der Prinzenführer des Worringer Narrenherrschers Prinz Dominik II. hereinplatzt und den Besuch des Prinzen ankündigt, ist das Chaos perfekt. Da trifft es sich gut, dass mit Hans-Josef „Juppela“ Dittebrand, Dominik Jansen und Markus Hund drei altgediente Worringer Karnevalisten dem besorgten Kneipenbesitzer Dr. Holger Miebach zur Hilfe eilen, um kurzfristig eine Sitzung auf die Beine zu stellen.

Doch welche Gäste konnte man in der „Fidelen Eule“ bestaunen? Dies waren auf jedem Fall viele Tänzerinnen und Tänzer. So konnten das Kindertanzkorps (Leitung: Aline Stark, Vanessa Thoma) und die Majorettengarde (Leitung: Jessica Büscher, Birgitt Meurer, Saskia Pleißner) ihre tänzerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Und auch das Funkenkorps (Leitung: Kommandant Dominik Jansen) mit seinem Mariechen Sabrina Gaugler und seinem Tanzoffizier Stephan Nosbüsch zeigte, warum es aus dem Worringer Fastelovend nicht mehr wegzudenken ist. Es zahlt sich halt immer noch aus, bis acht zählen zu können, denn dies ist der vorherrschende Takt aller Funkentänze.

In musikalischer Hinsicht konnte die „Fidele Eule“ ganz viele Sängerinnen begrüßen: Daniela Miebach eröffnete den Abend passend mit dem bekannten Schlager „Die kleine Kneipe“ von Peter Alexander. Die erst 13-jährige Fiona Ameis trat mit dem Lied „Schöckelpääd“ auf. Die beiden Schwestern Marietta Wirtz und Ingrid Riede standen nach 15 Jahren wieder erstmals zusammen mit dem Lied „Ohne D, ohne O, ohne Dominik…“ auf der Bühne. Die beiden Schwägerinnen Claudia Hund und Marika Pilz sangen „Du, ich trink dich schön“. Lina Hecker, Anne Jansen und Ilona Kircher trugen das Lied „Drink met mir us einem Jlas“ vor. Abgerundet wurde der Liederreigen von Silke Jansen mit dem Lied „Dich verjess ich nie“. Silke Jansen zeigte sich übrigens zusammen mit ihrer Schwester Anne Jansen als Literatin für die Gestaltung dieser Kneipensitzung verantwortlich. Alle Sängerinnen wurden von Dr. Siegmund Pchalek, dem musikalischen Leiter der Grossen Karnevalsgesellschaft, am Klavier oder am Akkordeon begleitet.

Eine Premiere gab es zu Beginn des zweiten Teils dieser Kneipensitzung. Die Band „The Moaning Bones“ (Hans-Josef „Juppela“ Dittebrand: Gesang; Dr. Holger Miebach: Schlagzeug; Dr. Siegmund Pchalek: Keyboard; Hans-Jürgen Schlimgen: Gitarre; Harald Schlimgen: Gitarre, Gesang; Gino Usai: Bass) spielte zwei Lieder zur Einstimmung in die zweite Sitzungshälfte: „Funke sin jemaaht zum verliebe“ zur Melodie von „I Was Made For Loving You“ von Kiss und „Bei uns in Wurringe“ zur Melodie von „Sweet Home Alabama“ von Lynyrd Skynurd.

Und was wäre eine Kneipensitzung ohne Redner? So schauten Andrea Jansen, der „drüje Pitter“ Herbert Meudt und die beiden Funken Lukas Rösgen und Alexander Wild in der „Fidelen Eule“ vorbei. Die beiden letztgenannten traten übrigens erstmals als Redner auf, sehr zur Freude aller anwesenden Kneipenbesucherinnen und Kneipenbesucher.

Ein Höhepunkt dieses Abends war sicherlich der Sketch „Cup-Song op Kölsch“. So nach und nach erschienen Gäste (Fiona Ameis, Julian Hund, Andrea Jansen, Justin Mauer, Benedikt Pilz, Peter Schmidt und Oliver Wendling) in der Hoffnung, ein kühles Kölsch kredenzt zu bekommen. Kneipenbesitzer Dr. Holger Miebach war jedoch anderweitig beschäftigt und schenkte zum Unmut aller kein Bier aus. Aus lauter Frust wurde dann mit Bechern im gleichen Rhythmus auf den Tischen geklopft. Silke Jansen stimmte währenddessen ein Lied an und servierte abschließend zur Freude aller das wohlverdiente Kölsch.

Auch ein offizieller Akt durfte nicht fehlen. Klaus Dittgen, seines Zeichens Präsident des Festkomitees Worringer Karneval, durfte an diesem Abend zwei verdiente Karnevalisten auszeichnen. Für ihre Verdienste rund um den Wagen- und Bühnenbau bekam Rüdiger Schmitz den Verdienstorden in Gold und Harald Piegsa den Verdienstorden in Silber überreicht.

Am Ende dieses Abends zeigten sich Prinz Dominik II., Dr. Holger Miebach, Hans-Josef „Juppela“ Dittebrand, Dominik Jansen und Markus Hund sehr zufrieden mit den Darbietungen aller Gäste der „Fidelen Eule“, so dass einer – weiteren – Kneipensitzung nichts mehr im Wege steht. Dies sahen auch die zahlreichen Besucher dieses Abends. Sie hätten gerne noch mehr Darbietungen gesehen, doch auch der schönste Abend hat nun Mal ein Ende. Anschließend konnte man sich dann noch das ein oder andere Kölsch in einer der real existierenden Worringer Kneipen zu Munde führen und den Abend Revue passieren lassen – hoffentlich ohne lautes Klopfen mit Bechern…

Bericht: Peter Schmidt
Fotos: Thomas Bochem
Wie schön et wor luurt he!

Funkenappell am 02.11.2019

Seht üch nur die staatse Pooschte an,
se ston en Reih un Jlied, et blink de Funkefahn.
Et Wöbche wed stets rein jemat,
de Botze sin adrett un en d'r Fahl.
Un dat Jedöns es immer blank jeputz,
de Feddere am Hot op richtich Moß jestutz.

Wie schön et wor luurt he!

Nach Karneval ist vor Karneval!
Wir suchen genau Dich!

Wir das Kindertanzkorps der „Grossen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen von 1926 e.V.“ suchen begeisterten Nachwuchs:
Du liebst Spaß ?
Du liebst Karneval ?
Du liebst es zu tanzen ?
Du bist offen für neue Freundschaften ?
Dann bist du bei uns genau richtig!
Egal ob Mädchen oder Junge,
bei uns ist jeder Willkommen.
Unsere Altersgrenze liegt zwischen 3 und 11 Jahren.
Trainingszeit: Jeden Mittwoch von 17:00 - 18:00 Uhr
im Vereinshaus Köln Worringen
Liebe Grüße Aline Stark
Kindertanzkorps Leitung

Sommer, Sonne, Funkengrillen am 29.06.2019

Traditionsgemäß versammeln sich alle aktiven Funken, alle Reservisten sowie alle Freunde & Gönner des Funkenkorps meist vor den Sommerferien zum Funkengrillen. So auch in diesem Jahr und man versammelte sich am Samstag, 29. Juni 2019 bei gefühlt 40° im Schatten im Hause Pilz in Köln-Roggendorf/Thenhoven. Auf Grund der hohen Temperaturen, begann man das befeuchten der Kehlen nicht wie gewohnt mit einem kühlen blonden, sondern eher mit Wasser und Fassbrause. Aber man darf versichert sein, im weiteren Verlauf des Nachmittages und Abends wurde das ein oder andere kühle blonde noch verzehrt. Da es sich ja um ein Funkengrillen handelt, aber keine Angst es wurde KEIN Funke gegrillt, gab es nach einer gefühlten Anheiz-Phase in Länge eines Fußballspieles durch unseren Koch, auch leckeres vom Grill. Zur Prime-Time gab es dann nach einem Jahr Pause wieder eine schöne Partie des Spiele-Klassikers BINGO. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Bianca und Thomas Bochem für die Organisation und die Durchführung. Im Anschluss bedankten sich die Funken zum einen mit einem schönen Blumenangebinde bei Bianca Bochem für die Vorbereitung und Beschaffung der Preise fürs Bingo und zum anderen beim Hausherren, bei Dieter Pilz, für die Bereitstellung der Örtlichkeiten mit einem Gutschein vom Haus Odenthal. Abschließend beendete der Kommandant mit 3x rut-wiess Alaaf den offiziellen Teil und es wurde noch bis zum späten Abend hin gefeiert. Abschließend möchten sich die Funken bei ALLEN Spendern recht herzlich bedanken, die zum gelingen des diesjährigen Funkengrillens beigetragen haben. VIELEN VIELEN DANK, FÜR EURE UNTERSTÜTZUNG.

Text: Dominik Jansen
Fotos: Anne Jansen

Wie schön et wor luurt he!

GKG Sommerfest am 15.06.2019

Fotos: Anne Jansen

Wie schön et wor luurt he!

Generalversammlung der Großen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen von 1926 e. V.

Auszeichnung vieler Mitglieder der „Goldenen Generation“

Mehrere verdiente Karnevalisten standen auf der diesjährigen Generalversammlung der Großen Karnevalsgesellschaft Köln-Worringen von 1926 e. V. im Mittelpunkt des Geschehens. So wurde Gerti Kircher für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Sie leitete viele Jahre lang die Majorettengarde der Großen KG, war Schriftführerin und zuletzt Geschäftsführerin. Gleich vier Mitglieder konnten für ihre 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet werden: Senatsmitglied Heinz-Hermann „Knibbi“ Jansen war im Funkenkorps der Großen KG Spieß und Fahnenoffizier, arbeitete im Wagenbau aktiv mit und nimmt seit vielen Jahren als „Kameramann“ die Kostümsitzungen für die Nachwelt auf. Ehrenmitglied Dieter Gruben war viele Jahre lang als Literat für die Kostümsitzungen verantwortlich und stieg auch als Interpret auf die Bühne. Im Prinzenjahr von Robert I. war er Hofnarr. Er hatte darüber hinaus das Amt des Schriftführers und des Vizepräsidenten inne. Senator Hans-Josef „Juppela“ Dittebrand war viele Jahre lang Vizekommandant des Funkenkorps. Unvergessen war sein Auftritt als Mariechen, als die Tanzgarde ein Jahr lang ohne weibliches Mariechen auskommen musste. Daneben zeichnete er sich auch als Literat und als Büttenredner bei den Sitzungen aus. Unter Prinz Peter IV. Vollmer bekleidete er in der Session 1993 das Amt des Hofnarren, für Prinz Holger I. Miebach sang er in der Session 2005 den Prinzenschlager. Senator und Ehrenmitglied Paul-Heinz Wirtz führte von 1989 bis 2001 als Präsident die Geschicke der Großen KG. Zuvor war er Kommandant des Funkenkorps, Geschäftsführer, Vizepräsident, Sitzungsleiter und Prinzenführer. Momentan bekleidet im Festkomitee Worringer Karneval das Amt des Zugleiters. Bei all den verdienten Mitgliedern kann man bedenkenlos von einer „goldenen Generation“ sprechen, die sich um den Worringer Karneval im Allgemeinen und um die Große Karnevalsgesellschaft im Besonderen verdient gemacht haben.

Neben diesen Ehrungen stand die Wahl eines neuen Vorstands auf dem Programm der Tagesordnung. Markus Hund wurde für zwei weitere Jahre als Präsident bestätigt. In seiner kurzen Rede bedankte er sich bei allen Mitgliedern für ihr Vertrauen. Er betonte, dass die Große Karnevalsgesellschaft trotz der vielen Arbeit auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken kann. Sowohl die Kostüm- als auch die Kindersitzung kamen beim Publikum sehr gut an. Dank vieler Neuaufnahmen ist die Große KG auch personell für die Zukunft gut gerüstet. Ihm zur Seite stehen weiterhin Dominik Jansen als Vizepräsident, Julia Michel als Geschäftsführerin, Gabi Jansen als Schatzmeisterin und Thomas Gaukler als Schriftführer. Neu im Amt sind die Geschwister Silke und Anne Jansen, die sich als Literatinnen für die Gestaltung der Sitzungen verantwortlich zeigen werden. Präsident Markus Hund bedankte sich zuvor bei Marietta Wirtz und Hans-Josef Dittebrand, die beide kommissarisch das Literatenamt für ein Jahr übernommen hatten. Folgende Mitglieder haben weitere Funktionen übernommen: Hartmut Warnke (Senatspräsident), Dominik Jansen (Kommandant des Funkenkorps), Sabrina Gaukler und Stephan Nosbüsch (Tanzpaar des Funkenkorps), Peter Schmidt (Pressesprecher und Archivar), Willi Thoma (Leitung des Wagen- und Bühnenbaus), Hans Werner Mohneke und Willi Thoma (Zugordner) sowie Harald Piegsa und Hans-Werner Mohneke (Fahnenträger).

Text: Peter Schmidt
Fotos: Julia Michel

Diese Seiten wurden am 08.11.2020 Aktualisiert.

Besucher seit dem 10.08.2001